Zweieinhalb Menschen unterwegs

Schlagwort: Kalifornien Seite 1 von 2

Strandtage für die Seele

Vom kinderfreundlichen KOA ging es dann über San Diego am Sonntag Richtung LA, von wo aus am Mittwoch unser Flug nach Hause gehen wird. Davor wollten wir uns aber noch ein wenig Erholung und Strand gönnen und sind daher zum Paradise by the Sea Campground aufgebrochen, der in Oceanside liegt. Der Ort klingt so malerisch, doch eigentlich ist er trotz seiner unerwarteten Größe mit über 180.000 Einwohnern ziemlich unspektakulär. Doch unser privater Campground lag wirklich fast direkt am Meer, nur ein kleiner Weg an einem ruhigen Zufluss (mit vielen Enten und Vögeln) führte uns in fünf Minuten zum Strand, der zwar klein aber sehr schön war. Rechts und links waren allerdings Privatstrände und nur dazwischen ein kleiner Teil öffentlich zugänglich, doch ein wenig merkwürdig für uns 🙂

Doch bevor wir dort landeten, waren wir noch im nördlichen San Diego unterwegs und wollten uns La Jolla Cove und Torrey Pines ansehen. Da allerdings Sonntag war und gefühlt wieder halb San Diego an die Küste wollte, war auch hier die Parkplatzsuche äußerst schwierig. Allerdings ergatterte René etwas abseits in La Jolla einen Platz und wir konnten die Sicht auf die Klippen, kleinen Strände, Seelöwen, Taucher und Pelikane ergattern.



Weiter ging es nach Torrey Pines, dort im State Park auf einem Berg sollte man bewundern können, wie Modellflugzeuge langsam Richtung Küste gleiten. Aber wir wurden freundlich an Einlass abgewiesen, da die Straße für unser mobiles Haus nicht geeignet war. ? Daher ging es direkt zum Campground und somit dort zum oben erwähnten Strand, was ebenso schön war. Am kommenden Tag machten wir es uns am Camper bequem, Pepito schlief alle Schläfchen im Bett, ich badete im Pool und am Abend mit nachlassender Sonne ging es erneut zum Strand. Und bestellte Pizza gab es zum Abendessen 🙂 

Am nächsten Tag ging es nach Los Angeles zum Bolsa Chica Statepark, unser finaler Campground vor der Heimreise, mit kurzem Zwischenstopp an einem der zahlreichen tollen Strände entlang der Küste in Newport Beach (Wohnort von Klinsmann). 


Gegrillt wurde diesmal am Strand und mit phänomenalem Sonnenuntergang.


Willkommen in „America’s Finest City“ – San Diego

Unsern kurzen und etwas gewöhnungsbedürftigen Aufenthalt im Silver Strand State Beach beendeten wir am Freitagvormittag und fuhren nach Pepes Vormittagsschlaf los in Richtung San Diego Hafen. Unsere Planung sah vor, dass wir San Diego Bay Tour (Hafenrundfahrt) machen wollte. Dafür gab es verschiedene Termine, jedoch mussten wir, um Pepes Schlafzyklen einzuhalten, die Tour um 13:45 – 16Uhr nehmen – 2h, da wir die Nord- und Südtour durch den San Diego Hafen machen wollten.

Auf dem Weg zum Hafen machten wir einen kurzen Zwischenstop am berühmten alten Luxushotel Hotel del Coronado (auch „The Del“ genannt). Dabei handelt es sich um eines der wenigen erhaltenen Exemplare eines victorianischen Strandhotels komplett aus Holz. Es ist das älteste und zugleich größte Holzgebäude in Kalifornien und zahlreiche berühmte Persönlichkeiten (u.A. nahezu die Hälfte aller Präsidenten der USA) sind bereits in diesem Hotel „abgestiegen“. Da wir mit unserem RV schwer bzw. gar keinen Parkplatz gefunden hatten, konnten wir leider nur ein paar wenige Fotos schießen und es leider nicht in Ruhe anschauen.

Hotel del Coronado

Hotel del Coronado

Hotel del Coronado

Hotel del Coronado

Hotel del Coronado

Hotel del Coronado

Auch Hunde haben ein Recht auf einen Anhänger

Auch Hunde haben ein Recht auf einen Anhänger

Nachdem wir uns durch den Verkehr in San Diego gekämpft und für nur 20$ einen Parkplatz für 4h gefunden hatten ist Nickii schnell zum Ticketshop und hat kurzfristig noch Tickets für die Tour um 13:45Uhr bekommen. Pünktlich um 13:30 begann das Boarding und wir ergatterten einen Fensterplatz 🙂

Die Tour begann Richtung Norden in der San Diego Bay. Die Naval Base Coronado in der Bucht von San Diego die größte Marinebasis der USA. Im Hafen liegen verschiedene Flugzeugträger (u.A. die USS Reagon) und beherbergt dutzende von Kriegsschiffen der US Navy. Durch die schiere Größe (und Höhe!) der Schiffe bietet die die Bucht überspannende Coronado Bay Bridge an ihrer höchsten Stelle eine Durchfahrtshöhe von 61m – allerdings nicht für die beiden Flugzeugträger USS Nimitz und USS Reagon.

Coronado Bridge

Coronado Bridge

Coronado Bridge

Coronado Bridge

Auf dem Rückweg zur Anlegestelle vor der danach startenden Südtour konnte man die USS Midway, welche direkt vor Downtown im Hafen liegt, bestaunen. Der Flugzeugträger ist seit 2004 ein Museum und kann komplett besichtigt werden. Da man dafür allerdings einen Tag einplanen sollte (den wir nicht „über“ hatten) haben wir es leider geschafft – allerdings ein guter Grund, nochmal nach San Diego zu kommen 😉

USS Midway im Hafen San Diegos, im Hintergrund Downtown

USS Midway im Hafen San Diegos, im Hintergrund Downtown

Die Südtour führte entlang des San Diego International Airport, welcher auch Lindbergh Field genannt wird (benannt nach dem Piloten Charles Lindbergh, der 1927 von San Diego aus nach New York und von dort zum ersten Solo-Transatlantikflug der Geschichte aufbrach). Der Flughafen hat unter den mit nur einer Start- und Landebahn ausgestatteten Flughäfen das größte Verkehrsaufkommen der USA pro Jahr (ca. 18 Millionen Fluggäste, weltweit auf Platz 2 nach London-Gatwick). Weiter ging es vorbei an Shelter Island und Point Loma, einem natürlichen Schutzwall westlich von San Diego. Auf diesem befindet sich u.A. das Cabrillo National Monument, welches an den portugiesischen Entdecker Juan Rodríguez Cabrillo erinnert, der als erster Europäer hier am 28. September 1542 die Westküste der USA erreichte. Am Ende der Tour befindet sich das „Subase Point Loma“, Heimat mehrerer Atom-U-Boote. Auf dem Rückweg Richtung Anlegestelle konnte man auf der North Island Naval Air Field Station noch einige Kampfflugzeuge vom Typ McDonnell Douglas F/A-18 Hornet entdecken.

Nach unserer Ankunft an der Anlegestelle haben wir noch einen kleinen Snack an einem Streetfood Stand (original mexikanisch Tacos und Burito) und fuhren zu unserem Campground San Diego KOA in Chula Vista.

Der Samstag sollte im Zeichen von Sightseeing in San Diego stehen. Obwohl San Diego eines der besten Nahverkehrssysteme der USA hat (und es trotzdem nur 3% der Einwohner nutzen) hatten wir uns entschieden, mit dem Camper nach San Diego reinzufahren, damit wir spontan irgendwo Rest machen und Pepe seinen Schlaf gönnen konnten. Dies stellte sich als sowohl kluge wie herausfordernde (oder auch dämliche) Idee da.

Unser erste Stop sollte Mission Bay sein. In Mission Bay ist ein künstlich angelegter Wasserpark, in welchem u.A. Seaworld und der Jahrmarkt Belmont Park, in welchem u.A. eine Holzachterbahn (Giant Dipper) aus dem Jahr 1925 gefahren werden kann. Ansonsten lädt Mission Bay zum Surfen,

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego (Courthouse)

Old Town in San Diego (Courthouse)

Old Town in San Diego

Old Town in San Diego

Kiten, Baden, Radfahren, paddeln, Boot fahren oder einfach zum schlendern ein und ist ein offenbar sehr beliebter Ausflugsort für die San Diegan (neu bei Wikipedia gelernt: Demonym wird in den englischen Artikeln angegeben 🙂 ). Für uns war es leider mit dem RV unmöglich einen Parkplatz in dem völlig überfüllten öffentlichen Parkräumen zu finden. Selbst Familien mit „normalen“ Autos drehten in dutzenden Runden und versuchten ein kleines Plätzchen zu finden – für unseren knapp 7,5m langen und 2,5m breiten Camper somit unmöglich. Wir sind noch ganz tollkühn durch eine enge Seitengasse, in der Hoffnung einen Platz dort zu finden und haben uns eher fast festgefahren, als einen Parkplatz zu finden.

Ohne Zwischenstop aber mit zumindest ein wenig Aussicht sind wir dann noch an die Südspitze zum Mission Point Park gefahren (mit der klitzekleinen Hoffnung auf einen Parkplatz – vergebens) und haben die Aussicht auf die Bay und den Strand genossen.

Da wir aber unbedingt noch einen kleinen Zwischenstop ausserhalb des RVs unternehmen wollten sind wir weg vom völlig überlaufenen Mission Boulevard auf den in der Mitte von Mission Bay befindlichen Sky Beach Park zum Crown Point gefahren, wo viele Familien Zelte, Grills, Tische und Stühle aufgebaut hatten und in der feinsten Sonne San Diegos die Sonne und das Meer genossen.

Ski Beach Park in Mission Bay San Diego

Sky Beach Park in Mission Bay San Diego

Ski Beach Park in Mission Bay San Diego

Sky Beach Park in Mission Bay San Diego

Am Nachmittag wollten wir unbedingt noch das Old Town San Diegos anschauen – der Ort, wo alles begann. Es handelt sich um den ältesten besiedelten Ort in San Diego und spiegelt die Gründerzeit und die ersten Siedlung von europäischen Einwanderern wider. Heute handelt es sich hier eher um einen kommerziellen Touristenmagneten, welchen man „mal gesehen“ haben muss, an welchem man sich aber schnell unbehaglich in Anbetracht der Mengen an Attraktionen fühlt. Interessant ist auf jeden Fall das Courthouse (lokales Gericht) in welchem man eine Gefängniszelle aus dem 19en Jahrhundert in Originalgröße sehen kann (nicht mehr als 2 x 2m).

Am Abend ging es wieder zurück zum San Diego KOA. Der Campground ist ansich in Ordnung und aufgeräumt, leider nur sehr laut. Das Hauptaugenmerk liegt ganz offenbar auf den Unmengen von Aktivitäten für Kinder. Ebenso haben wir das erste Mal auf unsere ganzen Reise mit dem Internetanbieter TengoInternet Bekanntschaft geschlossen, welcher ein üblicher Anbieter von WLAN auf Campgrounds zu sein scheint. Leider erledigen sie ihren Job nicht sehr gut, da wir meistens mit keinem oder sehr schlechten Internet zu kämpfen hatten. Das schmälerte den doch sehr angenehmen Aufenthalt im San Diego KOA etwas.

Das Muttertier

Bevor ich Mutter wurde, konnte ich mir nie so richtig vorstellen, wie es sich anfühlen würde. Rückblickend waren die ersten Monate eher unwirklich und ich war so sehr damit beschäftigt, alles zu realisieren und die kleinen täglichen Aufgaben zu bewerkstelligen: stillen, wickeln, zum Schlafen bringen und herausfinden, was Pepe denn fehlen könnte. Doch jetzt hier auf einem Parkplatz in Palm Springs, bei 49 Grad Celsius im Schatten, der Camper um 20 Grad mit Generator nach unten temperiert, da kommt es zum Vorschein. Pepe schläft friedlich und dennoch sitze ich schreckhaft daneben und achte auf jedes kleinste Zucken, welches anzeigen könnte, dass ihm zu heiß ist oder sonst etwas fehlt. Es ist nichts, von außen betrachtet, aber das Muttertier hat nur eines im Sinn: eine völlig ungefährliche Situation für den kleinen Mann. Denn sonst wird das Muttertier am Ende noch ungemütlich. 


Mutter zu sein ist ein Gefühl, welches sich nur schwer beschreiben lässt. Plötzlich ist dort diese hilflose kleine Wesen, dass zeigt, dass es dich braucht, abhängig von dir ist und obwohl es am Anfang nur wenig beherrscht, dir unmittelbar zu spüren gibt, dass es dich braucht und auf eine Art und Weise lächelt, dass dir Zeit kurz stehen bleibt und der Moment perfekter kaum sein könnte. 

Platz mit Aussicht

Da wir eine relativ lange Strecke am Mittwoch zurücklegen wollten und zwischendurch nicht nur Luft, sondern auch Pause genießen wollten, führte uns unser Weg diesmal zu einem Mittagsstopp nach Santa Barbara. Eigentlich hatten wir vor, dort einen Campground zu suchen, aber es gibt keine Guten in der Gegend zu finden und somit recherchierten wir einfach ein gutes Restaurant mit Lunch Menü. Und wir wurden fündig: das Mesa Verde bot vegetarische Küche mit mexikanischen Einflüssen an und draußen genossen wir das Essen, die selbstgemachte Limo und konnten sogar Pepito gleich mit füttern – mit mäßigem Erfolg, denn mittlerweile greift er eher nach unserem Essen. ? Unser Weg führte uns schließlich nach Malibu, oder zumindest dort in die Nähe, zu unserem Platz mit Meerblick, auf den wir uns schon freuten und wir wurden wirklich nicht enttäuscht. Ein traumhafter Blick, von oben von den Felsen aufs Meer. 


Da wir einen Einkauf nicht schafften und Pepito ins Bett musste, wir am Bestellvorgang und der mangelnden Auswahl in der Gegend scheiterten, machten wir uns einfach Brote mit Spiegelei und genossen die Sicht am Abend und auch am Morgen. Grillen mit Kohle oder Feuer waren dort nämlich verboten. Um uns herum waren sogar die Plätze leer, so dass es Ruhe pur war, mit nichts anderem als dem Meeresrauschen. 


Am kommenden Tag war das Deutschlandspiel gegen Polen, aber da wir pünktlich zum Spielbeginn unseren Platz verlassen mussten, hörten wir das Spiel einfach übers Radio. Eine interessante Erfahrung durch Malibu und Santa Monika zu fahren, während sich überall die Surfer in ihre Wetsuits packten um aufs Meer den Wellen nachzujagen und wir hörten guten europäischen Fußball. Und ich sang dazu noch, um Pepito zum Schlafen zu bringen ?


Unser nächstes Ziel war Pomona, eine Stadt nördlich von LA, ein erster Halt um von dort aus weiter zum Joshua Tree Park zu gelangen. Wir legten aber noch einen Stopp ein beim Griffith Observatory, welches für sein Planetarium, wissenschaftliche Ausstellungen und nicht zuletzt für die einmalige Aussicht auf Los Angeles bekannt ist. Und dementsprechend voll war es auch, so dass wir knapp einen Kilometer bergabwärts „unser Haus“ parkten und dann mit Buggy hochwanderten. Aber die Aussicht lohnte sehr. 




Dazu sahen wir uns einen Teil der Ausstellung an, die unter anderem wunderbar mit animierten Modellen erklärte, wie Tag und Nacht, Ebbe und Flut und die Jahreszeiten funktionieren. Aber immer mit Blick auf die Uhr, um Pepe seinen nächsten Schlaf zu gönnen ?

Los ging es dann kurz nach vier und für die gar nicht so lange stecke brauchten wir aber fast zwei Stunden durch den dichten Verkehr von Los Angeles. Überall Autos auf den fünfspurigen Freeways und trotz dessen, dass wir die Carpool Lane (eine Spur ganz links, die nur von Fahrzeugen mit mindestens zwei Insassen benutzt werden darf) nutzen, ging es nur sehr langsam vorwärts. Auch den Camper durch die engen Straßen der Stadt zu manövrieren war eine Herausforderung für René, die er aber wirklich gut meisterte ?

Angekommen im KOA in Pomona sind wir gegen halb sieben und hier gibt es zwar keinen Streichelzoo, dafür hat jeder Platz seine großzügige zwei Meter Rasenfläche :O


Eng an eng hat es eher Parkplatzatmosphäre und der komplette Gegensatz zu unserem Platz in Malibu. Aber wir sind gespannt was der nächste Platz so bringt und bleiben wohl diesmal nicht bis zwölf 😉

Sand, Sand, Sand – und Sonne

Nach unserem wirklichen tollen Campground und Zwischenstop am Limekiln State Park ging es weiter auf dem Highway 1 immer entlang am Big Sur Richtung Morro Bay. Die Ankunft in Morro Bay kann man nicht übersehen, da man vom alles überragenden und präsenten Morro Rock empfangen wird.

Morro Rock

Morro Rock

Wir kamen am frühen Abend auf unserem Campground Morro Bay State Park an und wollten, da Pepe viel im RV in seiner Sitzschale sein musste, noch eine Runde drehen und ihm etwas frische Luft gönnen. Vollgepackt mit Buggy, Kamera und Taschen sind wir dann zu Fuß los und wollten vom Campground in das ca. 1 km entfernte Morro Bay – zu Fuß. Dass das nicht klappen wird, wurde uns klar als wir auf der Straße laufen mussten, da es keine Fußwege gibt. Nach ca. 10 Minuten brachen wir das „Experiment“ ab und liefen über den an die Straße angrenzenden Golfplatz und die dort hervorragend ausgebauten Wege zurück zum Campground und drehten dort noch ein paar schöne Runden und genossen die laue Abendluft und den Sonnenuntergang.

Morro Bay State Park

Morro Bay State Park Campground

Der nächste Morgen empfing uns schon mit warmer Sonne und Pepe konnte erstmals ohne Jacke nach draußen. Bei schönstem Sonnenschein gab es Frühstück und wir reizten die Checkout-Zeit von 12 Uhr wie so oft aus.

Nach einem kurzen Abstecher mit dem RV nach Morro Bay wurden wir dort vom überraschend starken Wind fast weggeweht und haben uns dann Morro Bay etwas verkürzt angeschaut 😀 Dafür ging es dann in den in der Nähe von Morro Bay befindlichen Montaña de Oro State Park, welcher direkten Zugang zum Meer bietet. An einem kurzen Mittagsschläfchen für Pepe ging es dann, für ihn auf dem Rücken in der Trage, über einen kleinen Trail (= Wanderweg) runter Richtung Meer. Von dort konnte man die schroffen Felsen und das tosende Meer wunderbar genießen.

Rundumblick: https://goo.gl/maps/APbZdSKWcg62

th_2016_14_06_DSC_2431 th_2016_14_06_DSC_2432 th_2016_14_06_DSC_2433

Wir machten uns am nachmittag auf in Richtung unseres Campgrounds Pismo State Beach, welcher fast direkt am Meer liegen sollte. Nach ein paar Verwirrungen um den richtigen Campground (es gibt den North Beach Campground und etwas südlicheren und schöneren, aber dafür direkt auf dem Strand befindlichen, Oceano Campground) kamen wir dann am frühen nachmittag dort an. Wir machten uns direkt mit dem Buggy und Pepe auf zum Strand, mussten aber nach ein paar Metern Buggy und Pepe wieder separat transportieren da der Sand doch nicht so fest vermutet war. Alles kein Problem für unseren sehr kompakten Joie Litetrax 4 🙂

IMG_1415

th_2016_14_06_DSC_2457 th_2016_14_06_DSC_2459 th_2016_14_06_DSC_2463

Auf unserem Rückweg haben wir noch kurz den Camphost aufgesucht um unseren Vorrat an Feuerholz aufzustocken. Wir trafen einen sehr lieben, älterem Herren ,ganz offenbar mexikanischer Abstammung, der uns über die Eigenheiten der englischen Sprache und Amerikaner bzgl. seiner mexikanischen Kultur und den Schwierigkeiten der korrekten Aussprache seines vollen Namens amüsiert berichtete. Unser Feuerholz wurde am Abend auch sogleich wieder dezimiert 😉

Den nächste Morgen startete ich mit einer mal wieder lange nötigen Runde Joggen. Knapp 11 km bin ich den Strand von Pismo Beach hoch und wieder runter gelaufen und konnte die fantastische Aussicht auf das Meer, die Vorbereitungen für die Fahrten mit ATVs, Strandbuggys etc. und wartende Surfer im Meer bestaunen.

IMG_1420

IMG_1418 IMG_1419

IMG_1422

Der Rest des Tages war eine kleine logistische Herausforderung für uns. Wir hatten seit ca. 1 Woche bemerkt, dass unsere Heizung gar nicht geht – also so gar nicht – und wir wussten von einem vorherigen (erfolglosen) Reparaturversuch, dass eine Platine defekt ist. Dazu standen wir bereits einige Male mit El Monte telefonisch in Kontakt und versuchten eine Werkstatt zu finden, die halbwegs auf unserer Strecke lag. Idealerweise hatte uns El Monte eine Werkstatt quasi direkt vor dem Campground herausgesucht. Da wir an diesem Tag aber die längste Strecke unserer ganzen Tour vor uns hatten (ca. 250km – wofür wir mit einem RV ca. 3,5h benötigen) mussten wir uns genau überlegen, wie wir fahren, so dass Pepe zum einen genug Schlaf aber auch Bewegung bekommt. Wir planten, gegen 11 Uhr, also nach Pepes morgendlichen Schlaf und unseren notwendigen Einpack- und Aufräumritualen, bei der Werkstatt zu sein. Da bekannt war, was der Fehler ist, schätzten wir 1h als genug Zeit für die Reparatur ein. Somit würden wir gegen 12 Uhr Pismo Beach verlassen und wären mit knapp 3,5 h Fahrt und ca. 1h Pausenzeiten gegen 17 Uhr in Malibu. Die Reparatur dauerte dann doch bis ca. 12:30, wurde aber tippitoppi erledigt und auch der Kontakt mit El Monte war tadellos *Lob*. Nach einem kurzen, für die Konzentration und garantierten Zustand der Wachheit des Fahrers aber notwendigen Zwischenstop bei Starbucks, ging es dann weiter Richtung Süden – Malibu wartete auf uns! 🙂

 

Immer mit Blick zum Meer

Wir sind wieder zurück am Meer und entlang des Highway 1 (nur Kalifornien) oder 101 (komplett Nord nach Süden, Washington bis Kalifornien) führt unser Weg in den Süden und damit in deutlich wärmere Gefilde, was besonders mir ganz gut gefällt 🙂 Allerdings muss ich sagen, dass landschaftlich der Norden Kaliforniens deutlich mehr zu bieten hat mit den Redwoods und der Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Da Kalifornien flächenmäßig größer als Deutschland ist, kann es ja nicht nur die allseitsbekannte (Baywatch-)Strände geben. Sonne ist da, sehr viel, aber auch der nasskalte Karl oder die Winde der Küste und kühle Nächte. Wir sind eigentlich immer mit allem ausgestattet, wenn wir draußen unterwegs sind (inklusive der für uns Deutschen geliebten Windjacken) und haben schon das ein oder andere Feuer auf dem Campground entzündet.


Die vergangenen drei Nächte waren wir in Marina, einer Stadt die besonders für ihre Sanddünen bekannt ist und knapp dahinter waren wir auf einem Campground, ein privater, von dem man auch den Highway hörte, aber sonst sehr schön und mit Internet 😉 Unser erster Stopp führte uns nach Monterey ins Aquarium, welches eines der größten Schauaquarien der Welt ist und lange Zeit das größte Acrylfenster weltweit (17x5m) besaß – bis die Chinesen es überholten. Dahinter konnte man u.a. Sardinenschwärme, Haie und Tunfische betrachten und auch Pepe war sehr fasziniert.


Matthias und Jana fuhren uns am Wochenende auch wieder hinterher, versorgten uns mit tollen Kleinigkeiten (inklusive Heizdecke :)) und so waren wir am Samstag gemeinsam im Park Point Lobos, wo wir drei Stunden verbrachten und wanderten. Teilweise mit Pepito im Buggy und auch in der Trage, da er zu neugierig war, um zu schlafen. Neben Pelikanen, sahen wir erneut Seeelefanten und hielten zudem immer Ausschau nach Walen, da es gerade in der Bucht von Monterey sehr viele Sichtungen gibt. Am Abend waren wir zurück in Marina und bestaunten den Sonnenuntergang, während Pepito schon im Wohnmobil schlief. Und als die Sonne schon hinten den tief liegenden Wolken verschwunden war, zeigten sich tatsächlich Wale, die immer wieder an die Meeresoberfläche kamen und ganz langsam richtig Horizont verschwanden. Ein wirklich einmaliges Erlebnis die Tiere einfach so am Strand zu sehen.


Am Sonntag sind wir dann gemeinsam die alte Küstenstraße entlang gefahren (Old Cost Road), mit extra Jeep, denn die Strecke hatte doch so einige Hügel und Steine, bot dafür aber Redwoods, alte Brücken und dazu die Begegnung mit einem Reh und einer Kuh.


Gestern waren wir dann im Limekiln State Park, wirklich direkt am Meer in einer kleinen Bucht und über uns eine Brücke. Da wir den überwiegenden Teil im Auto waren, gingen wir direkt zum Strand und ließen Pepe auf der Decke strampeln und genossen die Meeresluft. Am Morgen stand noch eine kleine Wanderung zum Wasserfall an und Pepe hatte seinen Spaß auf Renés Rücken.


Unser nächster Stopp ist Morro Bay und damit erreichen wir Southern California, mit noch mehr Sonne und weniger kaltem Wind – hoffentlich 😉

Karl isst uns auf

Nachdem wir aus Willits KOA wieder aufbrachen und einen kleinen „Umweg“ über den Clear Lake genommen haben ging es Richtung weltberühmtes Napa Valley Weinanbaugebiet. Nach einer Übernachtung im wirklich schönen Campground des Napa Valley State Park haben wir am nächsten Tag auf Empfehlung von Matthias und Jana die Vincent Arroyo Winery aufgesucht und wurden sehr herzlich und überraschenderweise auf deutsch empfangen.

Campsite im Napa Valley State Park

Campsite im Napa Valley State Park

Uns wurde viel über die Herstellung der Weine, warum roter Wein während der Auslösung aus der Traube noch nicht rot ist (die rote Farbe kommt danach erst durch das Hinzufügen der Traubenschalen zustande) und wie lange ein Wein mindestens liegen muss (ca. 22 Monate), damit man von einem halbwegs guten Wein sprechen kann.

Nachdem wir (bzw. eher ich) uns durch verschiedene  Sorten probiert hatten und auch erfuhren, dass vor allem Cabernet Sauvignon- und Chardonnay-Trauben (d.h. europäische Traubensorten) angebaut werden.

Wir sind dann noch ein bisschen mit dem Camper durch die kleinen Straßen zwischen den Weinfeldern gefahren und genossen das europäische Flair (man fühlte sich direkt nach Italien bzw. Frankreich versetzt) und machten uns dann weiter auf in Richtung San Francisco.

Kurz vor der Überfahrt über die Golden Gate Brücke gibt es einen sehr guten Aussichtspunkt (Marin Headlands), von welchem man perfekt auf die Brücke und die Bay schauen kann – wenn Karl nicht die Sicht versperrt. Glücklichweise war Karl an dem Tag noch nicht da und wir hatten optimale Sicht auf SF – auch wenn es Pepe aufgrund des Winds etwas die Laune verdorben hatte 😀

th_DSC_1901-Pano

Blick von Marin Headlands

Unsere Fahrt ging dann weiter durch Randgebiete San Franciscos, wofür ich an sich ganz dankbar war. Ich verspüre wenig Lust mit dem Camper durch eine amerikanische Großstadt zu fahren. Bisher hat uns Waze immer sehr gut um Staus und Behinderungen herumgeleitet, jedoch hatte ich in SF etwas bedenken, dass es uns aufgrund der vielen Staus doch mal über die in oder andere etwas steilere Straße (z.b. Filbert Street und 22nd Street mit jeweils 17.5° Steigung) schicken würde – hier wäre es toll, wenn man in einer Naviapp das eigene Fahrzeug definieren könnte (Größe, Breite, Gewicht) und auch danach optimierte Strecken erhält (das Höhenprofil hat Google Maps ja).

Raus aus San Francisco ging es auf direktem Weg zu einem ebenso wunderbaren und wiederum öffentlichen Half Moon Bay State Beach Campground. Der Campground liegt direkt (!) am Meer, man ist in weniger als 15m mit den Füßen im Sand. Pepe war wieder sehr erstaunt als er das Meer und die Wellen gesehen hat. Und wieder hat er uns deutlich zu verstehen gegeben, dass er den Wind nicht gut findet 😀

IMG_1368_quer

IMG_1374

Leider hat die Nähe zum Strand auch einen Nachteil – Karl oder zumindest Ausläufer des typischen Nebels ziehen immer mal wieder über die Küste und somit den Campground. Dadurch wird es für ca. eine halbe bis eine Stunde etwas nebelig und diesig, leichter Nieselregen setzt ein. Auch am nächsten Morgen lag noch leichter Nebel über der Bucht, jedoch hielt mich das nicht davon ab, doch endlich mal wieder joggen zu gehen. Dafür wurde ich mit einem herrlichen Ausblick über die Half Moon Bay belohnt 🙂

Google Panorama: https://goo.gl/maps/8joFh2ruWKx

IMG_1370

 

One way or another

Camping ist nicht gleich Camping, da gibt es zumindest in Kalifornien große Unterschiede. Vorab haben wir zwar gelesen, dass es State Park Campgrounds und Private Campgrounds gibt, aber was genau das bedeutet haben wir jetzt erst erfahren. Die staatlichen sind inmitten von Parks, das heißt landschaftlich schon gelegen, der eigene Platz ziemlich groß und die meisten haben ein Besucherzentrum mit Aktivitäten, Wanderungen und zumeist einen kleinen Shop. Allerdings gibt es dort meistens keine Anschlussmöglichkeiten (beim Wohnmobil unterscheidet man zwischen Strom/Wasser und Full hook-up inclusive Abwasser) und nutzt daher die örtlichen Toiletten und Duschen, oder man hat noch genug Vorräte im Wohnmobil 😉 Wie das ganze funktioniert, hat René ja schon erklärt. Auch Internet gibt es meistens leider nur schlecht oder gar nicht. Dafür viel Ruhe und Natur wie hier gerade in Napa Valley.


Die privaten Campgrounds gibt es eigentlich kaum ohne Anschlüsse und dazu gibt es meist einen Shop und andere Annehmlichkeiten. Wenn man die denn wünscht, denn bei der größten Kette den KOAs artet das dann auch mal etwas aus. So hatten wir beispielsweise bei unserem ersten KOA einen Streichelzoo, Pool, Wasserfontänen, eine Westernstadt, Minigolf und vieles mehr. Wir nutzen nichts davon, denn es ist wohl vor allem für Kinder gedacht. Die Plätze sind allerdings relativ eng und bei weitem nicht so schön, wir konnten beobachten wie die Amis mit ihren großen Pick-ups langsam hoch und runter fuhren, wohin haben keine Ahnung.


So langsam beginnt allerdings das genießen dieser Zeit. Pepito schlägt ganz gut beim Fahren und morgens noch auf dem Platz, wir sind schon etwas eingespielter und die Landschaft heute war wunderschön. Durch die Weinanbaugebiete zu fahren,  die überall hellgrün erstrahlten und zu wissen, dass man mal richtig Zeit hat für Urlaub, ist wirklich schön. Pepito scheint es auch zu gefallen, er erzählt sehr viel (gut zusammenhängende Silben), dreht sich mittlerweile fröhlich und mehrfach herum und sein erster Zahn ist auch durchgebrochen 🙂

Spongebob – oder: einen nassen Schwamm fahren

Seit wir am Mittwoch (01.06.) unseren Camper C22 bekamen, haben wir ca. 300 Meilen auf der Uhr. Wer noch nie ein Wohnmobil gefahren ist, weiß nicht so wirklich, worauf er sich vorbereiten muss. Ich schätze mich (wie wohl jeder Mann 😀 ) als recht guten Autofahrer ein, hatte aber vor den knapp 5.5 Tonnen Gewicht, der Größe und Länge doch Respekt.

Kurz nach der Abholung

Kurz nach der Abholung

Die Übergabe von El Monte war knackig und unkompliziert. Zur „Einstimmung“ und um uns mit dem RV (Recreational vehicle = Wohnmobil) vertraut zu machen, durften wir uns einen ca. 30min Film über alle Funktionen anschauen – untermalt von Pepes lautem Gebrabbel, da er aktuell gerne alles kommentiert. Da wir uns das nicht alles merken konnten haben wir den Film kurzerhand mit dem Telefon mitgefilmt. Zwar gibt es eine sehr umfangreiche Anleitung im RV (auch auf deutsch!) jedoch half uns selbst die später nicht immer weiter – dazu weiter unten mehr. Die Übergabe des RVs wurde durch einen lockeren aber offenbar sehr in seiner Rolle eingeübten Mitarbeiters von El Monte erledigt. Auf seine Frage, ob WIR denn noch Fragen zum RV hätten, waren wir in Anbetracht der Tausend Oktillionen Milliarden an möglichen Fragen etwas überfordert und dachten uns „wird schon“. Nach der Prüfung der grundlegenden Funktionen wie Herd, Kühlschrank, Klima, fließend, warmes (!) Wasser usw. und der Ergänzung einiger wohl „versehentlich“ im Protokoll vergessenen Kratzer am Fahrzeug haben wir unseren ganzen Kram aus dem Mietwagen in das RV geladen und fuhren Richtung Hertz, um den Mietwagen abzugeben.

Gegen 3:30 nachmittags ging es Richtung Wright’s Beach, unserem ersten Campground. Die Fahrt mit dem RV war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Von einem Standardmietwagen über Tesla fahren hin zu einem ziemlich schweren Truck haben wir doch eine ganz schöne Brandbreite in wenigen Tagen durchlebt. Anfangs fuhr ich deutlich unter der erlaubten Maximalgeschwindigkeit von 65 Meilen. Kurven sind ein Erlebnis, da man merkt, wie einen das Gewicht nach außen drückt und man instinktiv Geschwindigkeit raus nimmt. Ich hatte noch nie in einem Fahrzeug das Gefühl, dass es wirklich mal umkippen könnte – bei diesem schon.

RV am Wright's Beach

RV am Wright’s Beach

Auch die Breite ist erstmal schwer einzuschätzen – wobei das bei einem Wohnmobil nur das zweitschwierigste Problem ist (die Höhe wird viel eher vergessen). Auf amerikanischen Straßen gibt es auf dem Mittelstreifen bzw. auf den Fahrbahnstreifen Rillen, die beim überfahren das Fahrzeug in leichte Vibration versetzen (vermutlich ein Standard-Müdigkeitswarner, den deutsche Autobauer eher in die Fahrzeuge einbauen). Die Straßen sind zwar sehr breit – jedoch wurden wir anfangs sehr häufig durchgeschüttelt 😀

Nach einigen Meilen hatte ich den Dreh aber raus und konnte bei den Bergfahrten auch die Gänge des Automatikgetriebes mit kürzerer Untersetzung nutzen um mit der Motorbremse die Bremsen zu schonen. In den Redwoods wurde es auf der Avenue of the Giants und dem Shoreline Highway durch die anderen RVs und Trucks oftmals recht eng, aber umsichtiges Fahren und einfach auch mal abbremsen half. Auch macht man sich durch eine Rege Nutzung der Turn Outs bei den anderen Autofahrern beliebt, die oft genug hinter einem her zuckeln.

Die Beschleunigung ist natürlich unterirdisch, aber darum geht es ja nicht. Vom Fahrverhalten hat man unwillkürlich den Eindruck, eine vollgesogenen Schwamm zu fahren, der immer mit etwas Verzögerung auf die eigenen Befehle reagiert :D. Auch säuft so ein RV wirklich viel – die Faustregel sagt man, dass die Länge in Fuß (unseres ist 22ft = 22 Fuß) ungefähr dem Verbrauch auf 100km entspricht. Vor dem ersten Tanken hatte ich kurz überschlagen, dass wir mit einem vollen Tank ca. 400 Meilen kommen würden. Als der Tank zu knapp 3/4 leer war, habe ich wieder vollgetankt – und für knapp 24 Gallonen (= 90Liter) ca. 70$ gezahlt!

Auf unserem ersten Campground mit Full Hook Up (= Vollversorgung mit Strom, Wasser und Dumpstation direkt am Platz) ging es daran, dass RV an die externen Versorger anzuschließen. Strom wird über ein Kabel, welches an der Rückseite des RVs hinter einer Klappe versteckt ist, einfach an den Verteiler zugeführt. Den Wasserschlauch für die externe Versorgung findet man im Trunk (Stauraum unter dem RV). Das Dumpen waren ein Erlebnis und es ist beim ersten Mal auf jeden Fall eine gewisse Sauerei. Handschuhe und etwas Ruhe sei empfohlen 😉

Natürlich gab es auch einige Sachen, die sich nicht lösen ließen. So wurde es, entgegen unserer Erwartungen, in den Nächten in Richtung Redwoods doch etwas kühler, so dass wir gerne die Heizung angestellt hätten. Es war uns aber nicht möglich, dies anhand der Anleitung zu bewerkstelligen, da eine Aktivierung des Thermostat nicht die Heizung anschaltetet. Überhaupt ist die Anleitung zwar umfangreich und ansich gut übersetzt, enthält aber leider so viele allgemeine Beschreibungen, die wohl auf bestimmte, aber eben nicht unser, RV zutreffen sowie Dopplungen und fehlende Absätze, dass man oftmals zwangsläufig zur englischen Variante griff. Leider traf auch auf diese die häufig allgemeinen und nicht für unser RV zutreffenden Beschreibungen zu.

IMG_1294

In den Redwoods

In den Redwoods

 

Camping mit Eingewöhnung

Ich bin wirklich kein Campingfreund. Ich mag die Annehmlichkeiten, die ein Hotelurlaub mit sich bringt: vier Wände, private sanitäre Einrichtungen und zumeist ein Frühstücksbüffet (Für mich als Morgenmuffel besonders essentiell!). Jetzt gerade ist es sehr schön hier im Humboldt Redwoods State Park, es ist warm, wir (mit Jana und Matthias, die angereist sind) sitzen unter den gigantischen Bäumen auf unserer großen Campingsite und Pepe spielt vergnügt auf seiner Decke. Nur die Mücken sind etwas lästig, aber sonst ist es alles sehr entspannt. Doch der Anfang war schwer – zumindest für mich.


Den Camper haben wir am Mittwoch problemlos abgeholt und sind zu unserer ersten großen Tour aufgebrochen, das klappt ganz gut und wir kamen aber relativ spät am Wrights Beach an. Der Campground liegt direkt hinter einem breiten Strand, da es aber schon etwas spät war, haben wir uns nur drinnen etwas zu Essen gemacht und sind bald schlafen gegangen. Der nächste morgen war für mich aus mehreren Gründen eine Herausforderung, denn als Pepe seinen Morgenschlaf abhielt, beseitigten wir das erste Chaos. Noch ohne Frühstück und dazu war es relativ kalt (15 Grad in Kalifornien), noch keine Ahnung wie alles funktionierte, war meine Laune etwas im Keller. Dazu gab es keinerlei Handynetz, um Grüße nach Hause zu senden.


Der zweite Campground, der nach Stunden über Serpentinen und einem Mittagsstopp mit Aussicht, auf uns wartete, machte jedoch alles wieder besser. Caspar Beach war sonnig, wir grillten gemütlich, während Pepito neben uns im Camper schlief. Am nächsten Tag hielten wir noch in Fort Bragg, wo wir am Glasstrand eine kleine Pause in der Sonne einlegten.

Heute waren wir eine kleine Runde wandern, um die größten Redwoods zu betrachten, Pepe zunächst im Buggy und dann aber bei René in der Trage, da es doch alles zu aufregend für ein Schläfchen war. Camping wird wohl nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung werden, aber die Vorteile für Pepe überwiegen und morgens im Wald unter gigantischen Bäumen aufzuwachen und direkt davor draußen frühstücken zu können ist wirklich eine Erfahrung für sich.

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén